Schritt 6:
A, B oder C?

Wie Sie den Lernerfolg überprüfen

Sie haben Ihren Lernenden inzwischen die Trainingsinhalte vermittelt – aber sitzt das Gelernte auch? Wie Sie das herausfinden, warum das auch ohne klassischen Abschlusstest möglich ist und weshalb Sie darauf achten sollten, nicht schon mit der Frage die Antwort zu verraten, das erfahren Sie in diesem Artikel.

Es muss nicht immer ein Abschlusstest sein

First things first: Was meinen wir überhaupt mit Abschlusstest? In einem Abschlusstest werden nahezu sämtliche Inhalte eines Trainings abgefragt; die Lernenden erhalten auf die einzelnen Antworten kein Feedback, sondern eine gesammelte Auswertung ganz am Ende des Tests. Sie – in Ihrer Rolle – als Autor/-in legen vorab fest, wie viele Fragen die Lernenden richtig beantworten müssen, um den Test zu bestehen. Deshalb eignen sich Abschlusstests vor allem für regulatorische Themen (Compliance, DSGVO, etc.), bei denen ein Nachweis erbracht werden muss, ob das Training absolviert wurde.

Für viele andere Themen gilt: Es muss nicht immer ein Abschlusstest sein. Sie können den Lernerfolg auch anderweitig überprüfen, hier ein paar Tipps:

  • Nutzen Sie innerhalb des Trainings Abfragen (Single Choice, Multiple Choice, etc.) als Teil der Wissensvermittlung oder um die Inhalte des vorherigen Kapitels aufzufrischen. Diese Form der Abfrage hält die Aufmerksamkeit der Lernenden aufrecht und Sie haben die Möglichkeit, ihnen auf ihre Antworten ein ausführliches Feedback zu geben. Das vergrößert den Lerneffekt.
  • Beenden Sie Ihr Training mit einem Call to Action, also einem Aufruf an die Lernenden, das Gelernte in der Praxis anzuwenden. Das haben wir in unserem Training zum Thema „Grünes Büro“ auch so gemacht, da der Erfolg des Trainings damit steht und fällt, ob die Lernenden die Tipps zur Nachhaltigkeit auch tatsächlich anwenden.
  • Wenn möglich, können Sie den Lernenden zudem anbieten, sich mit Ihnen im Nachgang an das Training darüber auszutauschen, wie gut der Praxistransfer gelingt oder was sie noch benötigen, um das Gelernte in den Alltag zu überführen. Dieser Übertrag des Gelernten in den Alltag ist oft nachhaltiger als ein klassischer Abschlusstest.

  • Bieten Sie Ihren Lernenden im Nachgang an Ihr Training einen Workshop an, um das Gelernte gemeinsam zu reflektieren und offene Fragen zu klären. So erfahren Sie aus erster Hand, wie gut die Lernenden das vermittelte Wissen verstanden haben und können Ihr Training bei Bedarf anpassen.

Abfragen: Worauf es ankommt

Unabhängig davon, ob Sie Abfragen innerhalb des Trainings oder in einem Abschlusstest nutzen möchten, haben wir für Sie einige Hinweise, worauf Sie dabei achten sollten:

  • Feinlernziele nicht vergessen: Planen Sie in einem Abschlusstest pro Feinlernziel eine Frage ein. Bei Abfragen innerhalb des Trainings sollten diese natürlich auch auf Ihre Feinlernziele einzahlen.

  • Angemessene Schwierigkeit berücksichtigen: Ist Ihre Frage zu schwer, müssen auch gute Lernende raten. Ist sie zu leicht, tun Sie nur den schwächeren Lernenden einen Gefallen. Grundsätzlich gilt: Angemessen schwierige Fragen sollten von ca. 70% der Lernenden richtig beantwortet werden können.

  • Mit der Fragestellung den Schwierigkeitsgrad beeinflussen: Sie können den Schwierigkeitsgrad einer Frage variieren, je nachdem, ob Sie Inhalte roh („Brille mit -2 Dioptrien“) oder interpretiert („Brille zur Korrektur von Kurzsichtigkeit“) vermitteln. Letzteres ist für die Lernenden natürlich einfacher.

  • Faustformel: Problemstellung = Frage: Besonders gut in Erinnerung bleiben möglichst anwendungsorientierte Fragen. Beginnen Sie deshalb mit einer konkreten Problemstellung, an die Sie Ihre Frage anschließen.

  • Geben Sie keine ungewollten Lösungshinweise: Keine Ahnung und trotzdem die richtige Antwort – wie das geht? Wenn sich in Ihre Fragen versehentlich Lösungshinweise eingeschlichen haben. Diese Hinweise sollten Sie vermeiden:
    • Die Antworten passen grammatikalisch nicht zur Frage (Beispiel: Neusilber ist eine … a) Legierung b) Mineralstoff)
    • Die richtige Antwort ist deutlich ausführlicher als die falschen Antworten
    • Die falschen Antworten lesen sich sehr unrealistisch
    Absolute Begriffe (nie, immer, ausschließlich) verraten Falschantworten

Mit diesen Tipps sind Sie nun gerüstet, den Lernerfolg Ihrer Lernenden zu überprüfen. Und nun, wo Ihr Werk steht, gehen wir in unserem nächsten Artikel der Frage nach, wie Sie die Werbetrommel für Ihr Training rühren – und warum Sie dabei gerne auch kreative Maßnahmen ergreifen dürfen!

Sie haben Fragen?

Ulrike Meissner, Account Managerin

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