Studie zu interaktiven Videos

7. November 2018 3 Minuten Lesezeit E-LearningWissenswertes

Annalena Moritz
Assistenz der Geschäftsführung

Was Sie aus diesem Artikel mitnehmen

  • Ergebnisse unserer Studie mit der Uni Mannheim
  • Wie Interaktionen in Videos das Themen-Interesse und den Wissenszuwachs der Zuschauer beeinflussen
  • Warum Micro-Learning dem Lernen am Stück überlegen ist

Der Testing-Effekt: Wie Abfragen Inhalte im Gedächtnis verankern

Kennen Sie den Hippocampus? Er ist Türsteher zum Langzeitgedächtnis – das heißt, wer Inhalte nachhaltig vermitteln möchte, muss erst einmal an ihm vorbei. Wie das geht? Ein wirkungsvolles Instrument ist die Abfrage. Wie genau sich Interaktionen auswirken, haben wir in einer repräsentativen Studie in Zusammenarbeit mit der Uni Mannheim analysiert. Ziel war es, den Einfluss von Interaktionen – wie z. B. Quizzes oder Drag&Drop – innerhalb von Erklärvideos auf Variablen wie das Themen-Interesse und den Wissenszuwachs der ProbandInnen zu analysieren.

Wie schon unsere Erklärvideo-Studie aus dem Jahr 2014, wurde auch diese wissenschaftliche Untersuchung von Professor Peter Vorderer, Professor of Media and Communication Studies vom Institut für Medien- und Kommunikationsforschung der Universität Mannheim, betreut. Er und sein Team kamen zu bemerkenswerten Ergebnissen:

"Bemerkenswerte Ergebnisse" – Professor Peter Vorderer​

„Wir konnten mit unserer Studie unter anderem zeigen, dass die Interaktionen innerhalb des interaktiven Erklärfilms einen Einfluss auf das Interesse der Probanden am Thema haben und zudem zu einem stärkeren Wissenszuwachs führen als Medien ohne Interaktionen.“

Prof. Dr. Peter Vorderer, Professor of Media and Communication Studies vom Institut für Medien- und Kommunikationsforschung der Universität Mannheim

Im folgenden Video fasst Friedl Wynants, Geschäftsführer von youknow, die wichtigsten Studienergebnisse für Sie zusammen.

Ablauf der Studie

An der Studie nahmen 300 Personen teil, die hinsichtlich Alter, Geschlecht und Soziodemographie repräsentativ waren. Die Studienteilnehmer wurden in zwei Gruppen eingeteilt. Die eine Gruppe sah ein Video von uns zum Thema Künstliche Intelligenz, die andere sah exakt das gleiche Video, mit dem Unterschied, dass sich hier Video und Interaktionen abwechselten. In beiden Fällen wurde vor und nach der Medienrezeption das Interesse am Thema und das Wissen zum Thema abgefragt.

Video zum Thema "Künstliche Intelligenz" ohne Interaktionen

Video zum Thema "Künstliche Intelligenz" mit Interaktionen

Signifikanter Anstieg des Interesses

Und tatsächlich machen Interaktionen einen Unterschied: Die Interaktionen im Video sorgten für einen signifikanten Anstieg des Interesses der Probanden am Thema. Für uns natürlich ein tolles Ergebnis; denn sei es interne oder externe Kommunikation: Wenn erst einmal das Interesse am Thema geweckt ist, ist die Zielgruppe motivierter, mehr zu erfahren und wir haben den ersten großen Schritt dahingehend getan, unser Ziel zu erreichen – nämlich für Inhalte zu begeistern und für Spaß am Lernen zu sorgen.

Stärkerer Wissenszuwachs

Und noch ein weiteres Ergebnis spricht für interaktive Elemente innerhalb eines Erklärvideos: Das Wissen der Gruppe, die das Video mit Interaktionen sah, ist um 22% stärker gewachsen als das der anderen Gruppe. Insbesondere für die interne Kommunikation, bei der es häufig darum geht, Inhalte zu schulen und sicherzustellen, dass das vermittelte Wissen nachhaltig verankert wird, ist das ein bemerkenswertes Ergebnis; auch in Anbetracht der Tatsache, dass dies schon nach 5 Minuten interaktivem Lernen der Fall war. Kurz, unterhaltsam und interaktiv – das sind also die Zutaten für erfolgreiche und zeitgemäße Wissensvermittlung.

Micro-Content: Weniger ist mehr

Was Sie aus der Studie mitnehmen können: Bieten Sie Ihren Zielgruppen interaktive Inhalte an, um das Interesse an Ihrem Thema und den Wissenszuwachs zu steigern – ob in der internen oder externen Kommunikation. Gamification in Form von Interaktionen steigert die Motivation der Zielgruppe, erhöht die Verarbeitungstiefe und sorgt so dafür, dass Inhalte noch nachhaltiger vermittelt werden.

So ist es auch nicht verwunderlich, dass der Trend hin zum Micro-Learning geht. Viele Studien konnten zeigen, dass bei herkömmlichen, langen E-Learning-Einheiten, die an einem Stück absolviert werden, 60% des Gelernten nahezu sofort wieder vergessen werden. Diese „Vergessenskurve“ lässt sich mit kürzeren Lerneinheiten – also „Micro-Learning Einheiten“ – unterbrechen. Die Lernenden zeigen dann deutlich bessere Ergebnisse in der Erinnerung der Inhalte. Mehr dazu erfahren Sie in unserem Artikel Micro-Learning – Warum weniger mehr ist.

Neugierig geworden? Dann werfen Sie doch mal einen Blick auf unsere E-Learning Produkte.

Lerninhalte von youknow

Fazit

  • Interaktionen in Videos sorgen für einen signifikanten Anstieg des Themeninteresses
  • Videos mit Interaktionen führen zu einem um 22% stärkeren Wissenszuwachs als Videos ohne Interaktionen
  • Micro-Learning Einheiten, z.B. in Form von kurzen interaktiven Videos, unterbrechen die Vergessenskurve und führen zu einer besseren Erinnerung der Inhalte

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