User-generated Content:
Lerninhalte in-house produzieren
29. Okt. 2024 | 5 Minuten Lesezeit
Lerninhalte in-house produzieren
29. Okt. 2024 | 5 Minuten Lesezeit

Carsten Albus
Software-Entwicklung
Der Bedarf an digitalen Lerninhalten wächst und wächst. Gleichzeitig sind die Ressourcen vieler L&D-Teams begrenzt. Unternehmen stehen deshalb vor der Frage, wie sie die benötigten Inhalte effizient bereitstellen: intern, mit Unterstützung externer Dienstleister oder durch eine Kombination aus beidem.
Für die externe Produktion sprechen vor allem spezialisierte Expertise und hohe Produktionsqualität. Sie erfordert jedoch Budget sowie interne Ressourcen für Briefings, Abstimmungen und Feedbackschleifen. Die interne Erstellung, etwa in Form von User-generated Content (UGC), ermöglicht dagegen mehr Geschwindigkeit, Nähe zum Fachbereich und eine stärkere Kontrolle über Inhalte und Prozesse. Durch generative KI wird es dabei auch für Mitarbeitende ohne umfassende Produktionserfahrung einfacher, erste Entwürfe zu erstellen und vorhandenes Wissen in Lerninhalte zu überführen. Dafür braucht es geeignete Tools, klare Zuständigkeiten und Mitarbeitende, die ihr Wissen verständlich aufbereiten können.
In der Praxis ist deshalb selten nur ein Weg sinnvoll. Strategisch wichtige, komplexe oder besonders hochwertige Lernangebote können weiterhin extern entstehen. Für aktuelle, fachspezifische und praxisnahe Inhalte bietet sich dagegen häufig die interne Produktion an. Auch eine gemeinsame Entwicklung im Sinne der Co-Creation kann sinnvoll sein, wenn internes Fachwissen mit externer didaktischer und gestalterischer Expertise verbunden werden soll.
Welche Form der Content-Produktion für welchen Bedarf geeignet ist, zeigt unser Make-or-buy Entscheidungsbaum. Soll das Wissen aus den Fachbereichen stärker für die interne Content-Produktion genutzt werden, bietet User-generated Content einen passenden Ansatz.
Immer mehr Unternehmen setzen auf die interne Produktion von Lerninhalten: 70 Prozent erstellen bereits selbst Content, weitere 26 Prozent planen dies in naher Zukunft. (Quelle: eLearning Journal BENCHMARKING Studie, Teilstudie Bildungsmanagement und digitale Didaktik. 2021) Die Gründe liegen auf der Hand: Unternehmen können Inhalte schneller aktualisieren, enger an ihrer Lernstrategie ausrichten und ihr internes Fachwissen gezielter nutzen. Gleichzeitig sinkt der Aufwand für externe Abstimmungen.

setzen auf Eigenproduktion

ziehen es in Erwägung
Allerdings braucht die In-house-Produktion geeignete Ressourcen. Häufig fehlen sowohl personelle Kapazitäten als auch Erfahrung in Didaktik und Content-Erstellung. User-generated Content nutzt vor allem das fachliche Spezialwissen aus den Abteilungen: Mitarbeitende bringen ihre thematische Expertise ein und bereiten sie für Kolleginnen und Kollegen auf. Damit daraus verständliche und didaktisch sinnvolle Lerninhalte entstehen, benötigen sie jedoch geeignete Tools, klare Leitlinien und Unterstützung im Erstellungsprozess.
Wenn Fachexpert/-innen Lerninhalte selbst erstellen, sinkt der Abstimmungsaufwand zwischen Fachbereichen und L&D. Trainingsverantwortliche werden entlastet, während mehr Inhalte parallel entstehen können. Auch Unternehmen ohne eigene L&D-Abteilung können so Wissen intern aufbereiten, statt für jeden Bedarf externe Unterstützung einzukaufen.
Inhalte von Kolleg/-innen wirken häufig besonders praxisnah und glaubwürdig. Die Autorinnen und Autoren kennen den Arbeitsalltag, typische Fragen und konkrete Herausforderungen ihrer Zielgruppe. Das erhöht die Relevanz der Inhalte und damit auch die Akzeptanz bei den Lernenden.
Wertvolles Wissen sitzt meist in den Fachabteilungen. Durch User-generated Content lässt es sich sichern und für andere nutzbar machen, bevor es etwa durch Fluktuation oder Ruhestand verloren geht. So entsteht Schritt für Schritt ein Wissensbestand, der auch für neue Mitarbeitende zugänglich bleibt.
UGC macht sichtbar, wer im Unternehmen über besondere Expertise verfügt. Mitarbeitende lernen dadurch nicht nur aus den erstellten Inhalten, sondern finden auch schneller die richtigen Ansprechpersonen für konkrete Fragen. So stärkt User-generated Content zugleich den Wissensaustausch und die interne Zusammenarbeit.

Aber Fachwissen allein macht noch keinen guten Lerninhalt. Fachexpertinnen und Fachexperten kennen ihr Thema zwar sehr genau, tun sich aber häufig schwer damit, ihr Wissen für weniger erfahrene Kolleginnen und Kollegen verständlich aufzubereiten. Dieser sogenannte „Fluch des Wissens“ führt schnell dazu, dass wichtige Grundlagen übersprungen, Zusammenhänge vorausgesetzt oder Inhalte zu komplex erklärt werden.
Hinzu kommt, dass Mitarbeitende aus den Fachabteilungen meist wenig Erfahrung mit Didaktik, Autorentools und der Konzeption digitaler Lerninhalte haben. Damit User-generated Content seinen Zweck erfüllt, müssen die Inhalte jedoch nicht nur fachlich korrekt, sondern auch klar strukturiert, praxisnah und leicht verständlich sein.
Wie wichtig das für die Akzeptanz der Zielgruppe ist, zeigt ebenfalls die eLearning BENCHMARKING Studie 2021. Besonders entscheidend sind demnach nutzerfreundliche Lerninhalte, praxisnahe Beispiele und eine gute didaktische Aufbereitung.
Unternehmen sollten die Verantwortung für gute Lerninhalte deshalb nicht allein bei den Fachexpertinnen und Fachexperten abladen. Sie brauchen Orientierung, geeignete Werkzeuge und einen klaren Rahmen für die Erstellung und Qualitätssicherung. Erst dann wird aus vorhandenem Wissen ein Lernangebot, das andere wirklich weiterbringt.

69% Usability

59% Praxisbeispiele / realistische Szenarien

47% didaktisches Konzept
Damit User-generated Content funktioniert, müssen Unternehmen Mitarbeitende dabei unterstützen, ihr Wissen in gute Lerninhalte zu übersetzen. Schulungen, Workshops und Leitfäden können dafür eine wichtige Grundlage schaffen. Sie vermitteln didaktisches Basiswissen und geben Orientierung für Aufbau, Sprache und Gestaltung.
In der Praxis reicht eine einmalige Schulung jedoch oft nicht aus. Wer nur gelegentlich Inhalte erstellt, muss sich vieles immer wieder neu erschließen. Auch neue Autorinnen und Autoren benötigen Zeit, bis sie sicher mit Prozessen und Tools umgehen können.
Deshalb kommt es darauf an, die Unterstützung direkt in den Erstellungsprozess zu integrieren. Ein intuitiv bedienbares Autorentool kann Mitarbeitende Schritt für Schritt führen, passende Hinweise geben und dabei helfen, Inhalte klar zu strukturieren. So wird die Produktion nicht nur einfacher, sondern auch besser skalierbar.
Damit User-generated Content nicht bei einzelnen engagierten Autorinnen und Autoren hängen bleibt, braucht es einen einfachen und verlässlichen Erstellungsprozess. Unser Autorentool knowtion unterstützt Mitarbeitende dabei, ihr Fachwissen ohne umfangreiche Vorkenntnisse in klar strukturierte, didaktisch sinnvolle Lerninhalte zu überführen. Das entlastet L&D, senkt die Einstiegshürde für die Fachbereiche und schafft die Grundlage dafür, User-generated Content im Unternehmen systematisch auszubauen.
Die passende technische Lösung ist jedoch nur ein Teil der Aufgabe. Ebenso wichtig sind klare Zuständigkeiten, Zeit für die Erstellung, Akzeptanz in den Fachbereichen und eine funktionierende Qualitätssicherung.
Welche Hürden Unternehmen bei der Einführung typischerweise begegnen und wie sie sich überwinden lassen, zeigen wir in unserem Blog-Beitrag:
User-generated Content erfolgreich einführen: 5 Herausforderungen und ihre Lösungen

Carsten Albus
Wie wäre es wenn jede Person im Unternehmen didaktisch hochwertige Lerninhalte erstellen könnte – ganz ohne Vorwissen?
Mit knowtion, unserem smarten KI-Autorentool, automatisieren Sie den Erstellungsprozesses und sparen wertvolle Zeit. Lernziele, Story-Ideen, Interaktionen und vollständige Trainings – die Didaktik-KI übernimmt das für Sie. Damit bringen Sie User-generated Content aufs nächste Level.

Annalena Moritz
Account Manager
Sie haben die Ziele, wir haben die Lösungen – gemeinsam finden wir die beste für Sie.